Fragen und Antworten

Frage: Rückstausicherheit

Dieser Punkt erhält durch die immer häufiger auftretenden Starkniederschläge und Hochwässer eine immer stärkere Bedeutung.
Die Rückstausicherheit ist u.a. in der ÖNORM B2503 geregelt. Wenn nicht anders durch die Baubehörde festgelegt, gilt als Rückstauebene die Höhe der Abdeckung des Anschlussschachtes plus 10cm. Aus allen unter dieser Ebene liegenden Ablaufstellen kann im Falle eines Rückstaus im Kanal Wasser austreten.
Mögliche Sicherungen:
Durch die Höhe gewährleistete Rückstausicherheit: Unter der Voraussetzung eines dichten Kanals bietet dieser Fall die beste Sicherheit, wenn also unterhalb der Rückstauebene keine Entwässerungsgegenstände vorhanden sind.
Rückstaudoppelverschlüsse: Diese doppelten Klappen, von denen meist eine über eine Hebel verschlossen werden kann, können in Nebenleitungen eingebaut werden, wenn über die Leitung nur Trübwässer (z.B. Dusche, Waschmaschine, kein WC) abgeleitet werden. Zur eigenen Sicherheit sollten diese Klappen verschlossen sein und nur bei einer Benützung der Entwässerungsgegenstände geöffnet werden.
Einfache Rückstauklappen bieten nur eine begrenzte Sicherheit, sonst siehe Doppelverschlüsse.
Hebeanlagen: Liegen einzelne Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene, stellt die Hebeanlage die sicherste Lösung dar. Allerdings sollte versucht werden, die Hauptleitung(en) aus den oberen Geschossen möglichst auf direktem Weg in entsprechend sicherer Höhe anzuordnen und Hebeanlagen nur im Nebenschluss vorzusehen.

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