Der Reinhalteverband

In den 70er Jahren betrieben die Gemeinden des Pinzgauer Saalachtales nur teilweise eine zentrale Abwasserentsorgung und es waren nur rein mechanische Kläranlagen mit einem Reinigungsgrad von nur ca. 25 - 30 % vorhanden. Viele Abwässer aus dezentral gelegenen Siedlungen wurden lediglich über "Faulgruben" in die Flüsse und Bäche geleitet. Die Saalach, die Urslau und die Leoganger Ache als die Hauptflüsse des Pinzgauer Saalachtales waren dadurch entsprechend belastet und die Fischbestände wiesen zum Teil bereits schwere Schäden auf (Pilzerkrankungen etc.). Ebenso erfolgte eine Belastung unseres Grundwassers durch die Versickerung von nur zum Teil gereinigtem Abwasser. Durch die Bildung des Reinhalteverbandes Pinzgauer Saalachtal sollte vor allem eine optimierte technische Lösung nach dem aktuellen Stand der Technik und auch eine verbesserte Betriebsführung und somit größere Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Am 24. Mai 1977 wurde der Grundsatzbeschluss zur Verbandsgründung gefasst und mit der Erstellung eines Sanierungsplanes begonnen. Am 20. September 1977 wurde der Verband gegründet und Satzungen beschlossen. Obmann des Reinhalteverbandes ist derzeit Bgm. Erich Rohrmosere (Saalfelden), Obmann-Stellvertreter ist Bgm. Norbert Meindl (Lofer).

Aufgrund der intensiven Anstrengungen (es wurden in den letzten Jahrzehnten ca. 70 Mio € durch den Reinhalteverband in Anlagen und Kanäle investiert, dazu kommen noch die Investitionen der Mitgliedsgemeinden für den Ausbau ihrer Ortskanäle) konnte eine wesentliche Verbesserung der Wassergüte in den Gewässern und Bächen sowie im Grundwasserkörper erreicht werden. Der Anschlußgrad aller Objekte und Häuser an die öffentliche Kanalisation liegt über 98%, in einzelnen Gebieten sogar bei 100%. Die Gewässergüte der Fließgewässer in unserem Verbandsgebiet liegt heute zwischen I - II.