Hauskanäle - Was ist privat?

In den Salzburger Baugesetzen (Baupolizeigesetz §2, Bautechnikgesetz §34, Anliegerleistungsgesetz §10 und §11) wird festgehalten, dass Hausanschlusskanäle bis zum Hauptkanal vom Anschlusswerber bzw. Anlieger auf dessen Kosten zu errichten und zu erhalten sind.

D. h. jener Kanalabschnitt, welcher vom Hauptkanal in Ihr Grundstück hineinverlegt wurde (auch wenn dieser z. Bsp. von der Gemeinde errichtet wurde) und der Entwässerung Ihres auf der Grundparzelle befindlichen Gebäudes dient (Gebäudeanschlüsse, Revisionsschächte, Regenwasserkanäle, etc.), ist Ihr privates Eigentum.

Öffentliche Kanäle können u. U. auch durch private Liegenschaften verlaufen. Diese werden regelmäßig überprüft und gewartet und sind im Leitungskataster als Hauptkanäle deklariert. Der Zugang und auch die Zufahrt zu den Schächten müssen jederzeit gegeben sein.

 

Sonderfall - Privatkanäle für die Entwässerung mehrerer Grundstücke:

Oftmals wird im Zuge von privaten Grundstücksaufschließungen die Kanalisation vom Grundstücksverkäufer errichtet, es handelt sich daher um einen Privatkanal.

Die Gemeinde kann, nach Abklärung des Zustandes (Kanaldichtprüfungen, TV-Inspektionen, etc.) und Vorliegen entsprechender Ausführungsunterlagen (Vermessungspläne, etc.) die Wartung und Überprüfung des Privatkanals übernehmen.